Die Stadt
Santarém
Das antike
Dorf Tupaiús erhielt im Jahre 1758 den Namen Santarêm. Francisco
Xavier de Mendonça Furtado, der damalige Gouvaneur des Großstaates
Pará träumte davon Amazonien in ein neues Portugal zu verwandeln
und änderte die ursprünglichen indianischen Namen der Dörfer
und Siedlungen in portugiesische Dorf- und Städtenamen um.
Santarêm liegt an der Einmündung des kristallgrünen Tapajós-Fluss
in den Amazonasfluss, ca. in der Mitte zwischen
Manaus
(westlich) und der Hafenstadt
Belêm (östlich),
am Delta des Amazonasfluss in den Atlantik. Die ca. 200.000 Einwohner leben
vom Fischfang, Rinderzucht, Herstellung von Keramikartikel, Hängematten
aus Baumwolle und sogar der Handel mit Kautschuk spielt hier noch eine kleine
Rolle.
Der amerikanische Automobilhersteller Henry Ford hatte während
des Kautschukbooms im Hinterland von Santarêm einige eigene
Plantagen und hier werden heute noch ca. 14.000 kg Latex geerntet
und zu Gummi verarbeitet.
Die Stadt erinnert an die alten Zeiten, mit dem im Kolonialstil
gebauten Haus der sieben Türen des Barons São Nicolau
von Santarêm, der "Praça Mirante do Tapajos",
wo früher die Burg "Fortaleza do Tapajós"
stand und die Kirche "Nossa Senhora da Conceição"
mit dem Kruzifix, eine Gabe des deutschen Naturwissenschaftlers
Karl Friedrich Phillip von Martius, welcher hier bei Santarêm
bei einem Schiffsunglück mit dem Leben davongekommen ist.
Mit den verschiedensten Ausflugsmöglichkeiten bietet Santarêm
und die Umgebung einen schönen Einblick in die Geschichte,
die Natur mit dem Überschwemmungsland und dem Hochdschungel
und in das Leben der Einheimischen. Nicht zu vergessen die am Tapajós-Fluss
beliebten Sandstrände wie "Alter do Chao", die mit
feinem weißen Sand zum Baden einladen.